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Ad hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR

Phoenix Mecano behauptet sich dank resilientem Geschäftsmodell und starker Positionierung in Nischenmärkten

17. February 2026

Phoenix Mecano behauptet sich dank resilientem Geschäftsmodell und starker Positionierung in Nischenmärkten

Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete Phoenix Mecano in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld einen moderaten Umsatzrückgang. Die Sparte Industrial Components kompensierte den zollbedingten Umsatzrückgang der Sparte DewertOkin Technology Group zu grossen Teilen

Kloten/Stein am Rhein, 17. Februar 2026. Basierend auf vorläufigen und ungeprüften Zahlen erzielte die Phoenix Mecano-Gruppe im Geschäftsjahr 2025 einen konsolidierten Bruttoumsatz von EUR 757,3 Mio. Im Vergleich zum Vorjahreswert von EUR 779,5 Mio. entspricht dies einer Abnahme um 2,8%. Damit war die Umsatzentwicklung trotz der US-Handelszölle und der anhaltend schwachen Industriekonjunktur nur leicht rückläufig. Organisch und in Lokalwährungen sank der Umsatz um 0,9%.

Während der Nettoumsatz von EUR 770,8 Mio. auf EUR 747,3 Mio. (-3,0%) zurückging, nahm der Auftragseingang um 4,3% ab, von EUR 807,1 Mio. auf EUR 772,6 Mio. Organisch und in Lokalwährung ging der Auftragseingang um 2,2% zurück. Die Book-to-bill Ratio beträgt 1,02 nach 1,04 im Vorjahr.

Betriebsergebnis, Periodenresultat

 

Der ungeprüfte betriebliche Cashflow (EBITDA) ging um 6% auf rund EUR 71 Mio. zurück (Vorjahr: EUR 75,3 Mio.). Das vorläufige Betriebsergebnis (EBIT) fiel mit rund EUR 47,5 Mio. um 8% tiefer aus als im Vorjahr. Gemäss den noch nicht auditierten Zahlen reduzierte sich das Periodenergebnis um 13% auf rund EUR 32 Mio.

Rochus Kobler, CEO von Phoenix Mecano, erklärte: «Dank unseres ausgewogenen Portfolios und unserem konsequenten Fokus auf profitable Nischen- und Wachstumsmärkte konnten wir die schwache europäische Konjunktur ausgleichen. Wir sind auf eine Erholung vorbereitet und verfolgen unsere auf Ende 2026 gesetzten mittelfristigen Profitabilitätsziele weiter».

Entwicklung der Sparten

 

Die Sparte Enclosure Systems konnte sich mit einem Bruttoumsatz von EUR 214,7 Mio. (im Vorjahr EUR 215,0 Mio.) im Markt gut behaupten (in Lokalwährungen +0,9%). Besonders im deutschen Markt blieb die Nachfrage in den Branchen Automobilindustrie und Maschinenbau wegen geopolitischer Unsicherheiten und genereller Investitionszurückhaltung verhalten. Der Bereich der explosionsgeschützten Gehäuse wuchs dank Investitionen in Energiesicherheit. Bei Touchscreens und Folientastaturen legte die Nachfrage aus Medizintechnik, Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Sicherheits- und Verteidigungstechnik zu.

 

Der Sparte Industrial Components gelang mit einer Bruttoumsatzsteigerung von 3,5% von EUR 184,6 Mio. auf EUR 191,1 Mio. die Trendwende (Organisch +2,8%). Der Geschäftsbereich Automation Modules entwickelte sich im verhaltenen Investitionsumfeld rückläufig. Eine Reorganisation und Prozessmodernisierungen wurden planmässig umgesetzt und senkten die Kostenbasis.

Der Geschäftsbereich Measuring Technology verzeichnete in allen Segmenten eine dynamische Umsatzentwicklung. Steigende Goldpreise führten bei Electrotechnical Components zu höheren Kosten in der Kontaktierungs- und Prüftechnik, während Bahntechnik, Klimatechnik und Gebäudetechnik Wachstumsimpulse setzten.

 

Der Bruttoumsatz der Sparte DewertOkin TechnologyGroup (DOT) reduzierte sich um 7,4 % von EUR 370,5 Mio. auf EUR 343,0 Mio. In Lokalwährungen betrug der Rückgang 3,5%.  Die Zollpolitik der USA entwickelte sich zu einem zentralen Störfaktor und führte zu erheblicher Unsicherheit in der Weltwirtschaft. Infolgedessen setzten viele Kunden ihre Bestellungen im zweiten Quartal 2025 aus. Als Reaktion auf das US‑Zollregime hat DOT die Kapazität des Werks in Vietnam erweitert.

Hohe US-Inflation und wirtschaftliche Unsicherheiten setzten den internationalen Möbelmarkt unter Druck. DOT reagierte mit neuen, hochwertigen Produkten, besseren Beschaffungsstrategien und dem Ausbau der vertikalen Integration.

Ausblick

Zu Beginn des Jahres 2026 zeigt die europäische Industrie erste Zeichen der Erholung, bleibt aber unter der Wachstumsschwelle. Unsicherheiten wie geopolitische Konflikte, Handelsfragen und schwindende Kaufkraft hemmen Investitionen und Konsum weiterhin. Dennoch erwartet Phoenix Mecano im Jahresverlauf eine allmähliche Markterholung und nutzt flexible Fertigungsstrukturen als Vorteil. Durch gezielte Effizienzprogramme wird die operative Entwicklung nachhaltig unterstützt.

Dabei fokussiert sich Phoenix Mecano mit Industrial Solutions auf weltweit skalierbare Nischenlösungen entlang strategischer Wachstumsmärkte wie industrielle Automatisierung, Digitalisierung (IIoT) und der Dekarbonisierung.

Die Dekarbonisierung von Energieerzeugung und Mobilität gewinnt weiter an Bedeutung. Phoenix Mecano profitiert von diesem Trend umfassender Elektrifizierung mit ihren Industriesparten, speziell mit Measuring Technology, welche an vielen entscheidenden Stellen technische Lösungen für diesen tiefgreifenden Umbau des Wirtschaftssystems bereitstellt. Gesetzliche Vorgaben und ein steigendes Umweltbewusstsein beschleunigen diese Transformation zunehmend.

Im Bereich Smart Furniture bleibt die Nachfrage im wichtigen US-Markt infolge der Inflation verhalten, doch ist auch hier im Jahresverlauf eine Erholung zu erwarten.

Die fortschreitende Vernetzung von Möbeln verstärkt die Nachfrage nach Smart-Home‑ und Arbeitsplatzlösungen. Intelligente Ausstattung steigert Komfort und Effizienz im Alltag und eröffnet neue Möglichkeiten für flexible und digital unterstützte Arbeits- und Wohnumgebungen.

Phoenix Mecano sieht sich für 2026 gut aufgestellt, um von einer Konjunkturerholung überdurchschnittlich zu profitieren, die Profitabilität zu steigern und nachhaltiges Wachstum zu sichern.

Die Phoenix Mecano-Gruppe wird das detaillierte Jahresergebnis 2025 sowie das Ergebnis des 1. Quartals 2026 am Mittwoch, 22. April 2026, um 7:00 Uhr, veröffentlichen.

 

Über Phoenix Mecano

Phoenix Mecano ist ein global aufgestelltes Technologieunternehmen mit führenden Positionen in den Wachstumsmärkten für industrielle Automatisierung, Industriegehäuse und Antriebssysteme für elektrisch verstellbare Komfort- und Pflegemöbel. Die Gruppe mit Hauptsitz in Stein am Rhein beschäftigt weltweit rund 7500 Mitarbeitende und erwirtschaftete im Jahr 2025 einen Umsatz von knapp EUR 760 Mio. Das erfolgreiche Geschäftsmodell von Phoenix Mecano fokussiert auf die kostengünstige Herstellung von technischen Komponenten und deren Weiterverarbeitung zu kundenspezifischen Produkten für Nischenanwendungen und Integration in modulare Systemlösungen. Drei fokussierte Sparten beliefern eine breite Kundenbasis aus Maschinen- und Anlagenbau, Mess- und Regeltechnik, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt, alternative Energien sowie aus dem Wohn- und Pflegebereich. Phoenix Mecano wurde 1975 gegründet und ist seit 1988 an der Schweizer Börse kotiert.

 

Weitere Auskünfte:

Phoenix Mecano Management AG

Dr. Rochus Kobler / CEO

Lindenstrasse 23, CH-8302 Kloten

Telefon: +41 (0)43 255 4 255

info@phoenix-mecano.com

www.phoenix-mecano.com